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Dipl.-Ing. Jürgen Novotny
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Weihnachten & KI: eine Glosse

Weihnachten & KI: eine Glosse

Wenn der KI-Spot mehr fühlt als der Zuschauer

Die Weihnachtswerbung ist inzwischen so voller KI, dass selbst der Tannenbaum Performance-Marketing macht. Coca-Cola lässt sich in diesem Jahr von der KI eine perfekte, globale Weihnachtswelt berechnen: überall Schnee, niemand friert, alle sind divers gecastet und trinken synchron aus exakt gleich temperierten Flaschen.

In der Realität sitzt du dann mit lauwarmem Glühwein im Nieselregen auf dem Parkplatz vom Baumarkt und kommst zu dem Schluss: Die KI hat Weihnachten optimiert – zwar nicht für uns, sondern eher für die Klickrate.

KI unterm Tannenbaum: eine Glosse

Bildprompt für Midjourney: J. Novotny

Betrug, der so echt aussieht wie Verwandtschaft

In der Adventszeit werden vor allem die KI-Betrüger dann richtig festlich: Deepfake-Anrufe von „Mama“, die plötzlich sagt: „Kind, ich brauche dringend Amazon-Gutscheine, sonst fällt das Fest aus.“ Phishing-Mails kommen im Look vom Online-Händler deines Vertrauens: „Ihr Paket mit 14 geheimen Geschenken liegt bereit, nur noch schnell Kontodaten eingeben!“ Und du denkst dir: „So viel Aufmerksamkeit hab ich das ganze Jahr nicht bekommen – irgendwie creepy.“

Die eigentliche Pointe

Am Ende ist KI an Weihnachten ein bisschen wie der Weihnachtsmann (oder halt das Christkind):
Alle reden drüber, viele glauben dran, manche haben Angst, und im Hintergrund sind es doch nur Menschen in einer schlecht sitzenden Verkleidung, die versuchen, aus dem ganzen Chaos irgendwie Sinn zu machen.​

Vielleicht ist ja der intelligenteste Umgang mit KI unterm Tannenbaum deshalb: Sie die langweilige Arbeit machen lassen – Listen, Vergleiche, Wettercheck – und das Peinliche, Improvisierte, Unperfekte wieder selber übernehmen. Denn das kann sie noch nicht: zu spät kommen, falsch einpacken, schief singen und trotzdem geliebt werden.

Schlussfolgerung: Weihnachten und KI – das passt erstaunlich gut zusammen: Beide wissen alles über uns, beide kommen durchs Internet ins Haus, und bei beiden fragt man sich am Ende: „Wer hat das eigentlich bestellt?“

An dieser Stelle wünschen wir ein frohes, sorgenfreies und erholsames Weihnachtsfest!